Volltext: [Teil 5 = Untertertia, [Schülerband]] (Teil 5 = Untertertia, [Schülerband])

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VII. Aus der Natur. 
Wände der Kerze in ihr hohles Inneres und verläßt sie vollkonunerr keimfrei 
oben durch das Ausflußrohr. Die Hausfrau, die dieses Filter verwendet, 
kann also im Augenblick, wo sie der: Hahr: der Wasserleitung öffnet, bereits 
filtriertes Wasser auffangen. Zur Entnahme unfiltrierten Wassers und zur 
Spülung des Filters dient der Abzugshahn am Boden der Metallhülse. 
Man reinigt die Kerze durch Abreibet: mit Luffa oder besser durch Auskochen. 
Auf devl Lande und überall da, wo feine Wasserleitung vorhanden 
ist, wird das Filter mit eurer Sarrg- oder Druckpumpe verbunden. Ohne 
Druck- oder Pumpvorrichtung ist die Filtration eine zu langsame, und 
die Keimfreiheit des Wassers hält nur kurze Zeit an. 
Öffentliche große Anstalten verwenden natürlich nicht kleine Hausfilter, 
sondern größere Kerzen, die ihrerseits wieder in Batterieen von sechs bis zwölf 
Stück vereirrigt sind und rasch große Mengen keimfreies Wasser liefern können. 
Sind wir nun schon im Hause den Gefahren unterworfen, die ein 
rricht keimfreies Wasser mit sich bringt, wie viel mehr dann erst außerhalb 
des Harrses auf Reisen! Heftige Darmkatarrhe und sonstige Erkrankungen, 
Epidemieen in Bädern und Sommerfrischen gehören nicht zrr den seltenen 
Vorkommnissen. Aber nrrr ein kleiner Teil des reisenden Publikums ist 
sich darüber klar, daß dabei die nicht einwandfreie Beschafferrheit des 
Trinkwassers, sowie dessen häufiger Wechsel eine Hauptschuld tragen. Das 
kühle, glashelle Wasser mancher beliebten Sommerfrische würde im Lichte 
der bakteriologischen Untersrrchung schlecht bestehen. Mit Ekel würde der 
durstige Sommerfrischler sich von der Erquickurrg abwenden, sähe er auf der: 
Nährplattenkulturen das Gewimmel vor: gesundheitsschädlichen Bakterierr. 
Empfiehlt es sich daher schon, für den Gebrauch im eigener: Hause 
nur filtriertes Wasser zu verwenden, um so mehr ist es ratsam, dieses auf 
Reisen zu tun, um sich und die Seir:en, hauptsächlich auch Kinder, vor 
den Gefahren unbekannten Trirckwassers zu schütze::. Mancher, der auf 
Reiser: Erholung und Geruch suchte, hat Krankheit oder dauerndes Siechtrun 
heirngebracht, verursacht durch den Gerrrch schlechter: Trinkwassers. 
Das Wasser ist der beste Freund, aber auch der größte Feind unserer 
Gesurrdheit. Es wird rrnd muß das Bestreben sein urrd bleiben, unser 
Trinkwasser so gesurrd und wohlschmeckend wie möglich zu gestalten, beim 
für die breite Schicht des Volkes kommt als Getränk eirrzig das Wasser 
irr Frage. Tee rnrd Kaffee biete:: keiner: oder r:ur ungenügender: Ersatz. 
Natürliche rrnd kiinstliche Mineralwässer sir:d r:ur der: Bemittelter: zu- 
gär:glich. Abkochen des Wassers ist zwar durchaus empfehlenswert, vereitelt 
aber der: Genuß des Wassertrir:kens, da die erfrischende Wirkung des 
Wassers dabei vollständig verlorer: geht. Das vereinte Bestreben aller 
Kulturstaaten, der: Alkoholismus einzuschränken, wird eine wirksame Unter¬ 
stützung fir:der:, wenn es gelingt, dem Volke, besonders ir: großer: Industrie- 
bezirken, ein tadelloses, wirklich erfrischendes Trinkwasser zu biete::.
	        
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