Amerika.
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7900', in der nördlichen Fortsetzung die Serra do Espinha^o (—'Rück¬
gratsgebirge) 7500'. Weiter nördlich und im Innern die Campos,
wo der üppige Urwald der Küstenketten einer dürftigen knorrigen Vege¬
tation weicht.
6. Die Ebenen Südamerikas: 1. Die Llanos am Orinoco
5—7000 QM., theils baumloses Weideland, theils im S. Waldebenen.
2. Die Ebenen (Selvas) am Amazonenstrom, von O. nach W. 400
Ml. lang, 80—180 Ml. breit, 88,000 QM., im westl. und mittleren
Gebiet der üppigste Urwald, in öftl. Gebiet mehr Savanne und Weide¬
land. 3. Die Pampas (— Ebene) unter 10° S. zwischen dem Gebiet
des Madeira und Paraguay als Wasserscheide anfsteigend, theils Wiese,
theils Wald, zwischen 16" und 190 S. in niedrigen Bcrgreihen bis
3000' sich erhebend, und gegen S. ins Gebiet des Gran Chaco
(— Vereinigung) vom 10—30° S. übergehend, ein Jagdgebiet der
Indianer, welches fast nur an den waldreichen Flußufern bekannt ist.
Südlich vom Rio Salado die eigentl. Pampas, Grasflächen von zahl¬
reichen Rinder- und Pferdeherden und halbwilden Hirten, den Gauchos,
belebt, hie und da von Salzflächen, -Wüsten und -Lachen unterbrochen.
D. Die Alleghanies (Appal achen) 290Ml. lang, 20Ml. breit,
an beiden Enden allmählich in die Ebene verlaufend, mehre Parallel¬
ketten, 2—3000' Kammhöhe, in den Gipfeln 6300', reich an Eisen und
Kohlen, im N. in das acadische Hochland übergehend.
E. Die Ebenen Nordamerikas: 1. Die atlantische Kü¬
ste n e b e n e im Osten der Alleghanies 5000 QM., längs dem Meere
mit einem breiten Gürtel unfruchtbaren Sandbodens mit Fichtenwäldern.
2.Die Ebenen des Mississippi, am mexikanischen Golf mit einem 2
AU. breiten Sumpflande umsäumt, nördlich davon eine 12—14 AU.
breite Waldregion und noch nördlicher die welligen Savannen oder
Grasstächen, mit eingestreuten Waldungen vorzugsweise an den Flüssen.
Im W. und NW. die weit größeren eigentlichen Prärieflächen, die
sich bis zu den Felsengebirgen allmählich erheben. Am Ostfuß dieser
Gebirge im S. die Salzebene des Llano estacado (—ab gesteckt,
nämlich die Richtung des Weges durch Pfähle), nördlich davon die
große amerikanische Wüste von den Quellen des Redriver bis zum
Nord-Plattefluß. 3.Die nördl. Prärien.im Gebiet des Saskatschavan,
Athapaska und Mackenzie, vielfach durch Wald unterbrochen, bis zum
600 At.; jenseits derselben bis zum Polarkreis die Wälderregion.
4. Die F els- und Seenplatte der Hudsonsbailänder (,,das
durchbrochene Land") -im Osten des Athapaska und Mackenzie, im
Norden der canadischen Seen und des Lorenzstroms.
Klima, nach der Lage des Continents in 4 Zonen, verschiedener
als das irgend eines andern Erdtheils, aber besonders in Folge der
Gebirgsrichtnng der Anden nicht mit so schroffen Uebergängen von N.
nach S. als etwa in Asien. Das Klima der Ost- und Westseite der An-
den sehr verschieden, oft entgegensetzt.
1. Die nördlich e Polarzone: Grönland, Labrador, die Hud¬
sonsbailänder, die Gebiete des Eis- und Behringsmeers umfassend.
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