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Title:
Der neue Kinderfreund
Persons:
Rochow, Friedrich Eberhard von Türk, W. E. von
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11282866
<br> 6 <br> Gott es nicht g^be. Cr verlangt von unS für alle diese <br> Wohlthaten nichts, als daß wir ihn durch Gehorsam <br> ehren, lieben und uns über ihn freuen sollen. Wenn <br> du willst, will ich dir künftig noch mehr von Gott erzäh¬ <br> len. Erinnere mich daran. <br> Wilhelm. O jal liebe Multer, das will ich gern <br> thun. Sir. 43, 37. Ps. 65,10. 11. <br> 10. Wie gut ist es, wenn man etwas <br> Nützliches gelernt hat. <br> Aritz hatte in seiner Jugend zur Gärtnerei Lust gehabt, <br> und von einem Gärtner gelernt, wie die Obstbäume <br> müssten gepflanzt, beschnitten, gepfropft und oculirt <br> werden. Durch eine Krankheit bekam er einen Schaden, <br> der ihn an der schweren Feldarbeit hinderte. Nun würde <br> eö ihm schlecht gegangen seyn, wenn er sonst nichts <br> gelernt hatte. Aber weil er mit der Vaumzucht gut um¬ <br> zugehen wußte, so nahm ihn sein Herr zürn Gartcnknecht <br> an, und er hatte bis an seinen Too dadurch seinen Un¬ <br> terhalt. <br> Etwas Nützliches lernen, schadet niemals und kann <br> oft viel helfen. <br> 11. Das Vogelnest. <br> ^arl nahm alle Vogelnester um das ganze Dorf her au-, <br> fing die Alten bei den Nestern, und quälte dann die Vö¬ <br> gel, bis sie todt waren. Dadurch gewöhnten sich alle <br> Vögel von dieser Gegend weg; und im Frühjahr, da <br> sonst durch den Gesang der Vögel alles erfreuet wird, war <br> cs bei diesem Dorfe traurig und still. Aber eS gab auch <br> so viel Raupen und Gewürm daselbst, daß die Leute <br> kein grünes Blatt behielten, und also von ihren Bäumen <br> kein nützliches Obst bekamen. Denn alleS ist von Gott <br> zum Nutzen mit großer Weisheit eingerichtet. Die klei¬ <br> nen Vögel singen schön, und verzehren für sich und ihre <br> Jungen sehr viel Raupen und Würmer, welche den Bauni- <br> und Gartenfrüchten schädlich sind. <br> Der Mensch hat, nach Gottes Erlaubniß, die Herr¬ <br> schaft über die Thiere, daß er sie zu seinem Nutzen tdd-