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Title:
Grundlage beim Unterricht in der Erdbeschreibung
Persons:
Selten, Friedrich Christian
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11008069
<br> VI <br> Vorrede. <br> geographischen Karte bedeutende Abweichungen von andern Lehr¬ <br> büchern hat, so bedarf es darüber einiger motivirenden Bevor¬ <br> wortungen. <br> Erstlich anlangend den Inhalt der Grundlage, so ist <br> in diese 120 §§., ungeachtet des beschrankten Raumes, die ganze <br> Erdbeschreibung zusammengedrängt, so daß derSchüler daneben <br> "kein anderes Lehrbuch in Handen zu haben brauchte, sondern <br> damit ausreichte, so lange er auf Schulen ist. Es enthalt alle <br> geographischen Gegenstände, nur keine Statistik, keine Natur¬ <br> geschichte, überhaupt keine dem Gebiet der Geographie zur Seite <br> liegenden Dinge, dieaufSchulen niemals ohneSchaden der Ler¬ <br> nenden mit der Geographie verbunden werden können. Die hier <br> gegebenen Materialien sind beim mündlichen Unterricht in einen <br> dreifachen Cursus zu vertheilen, dessen Sonderung zwar nicht so¬ <br> gleich in die Augen fallt, aber als Sache nicht der Schüler, sondern <br> der Lehrer, in dem zweiten Bändchen seine Stelle finden wird. <br> Wem die geringe Bogenzahl auffallend und die Kürze der <br> Beschreibungen anstößig wäre, den bitte ich, <br> 1. zu bedenken, daß bei der einmal bestehenden Einrichtung <br> aller gelehrten und ungelehrten Schulen nirgends mehr als <br> 2, höchstens 3 Unterrichtsstunden wöchentlich auf Geogra¬ <br> phie verwendet werden: wie wenig von unserer Erde kann <br> da der Schüler kennen lernen! und doch ist es gerade die ver¬ <br> kannte Hauptsache, daß er die ganze Erd-Oberfläche, <br> wenn auch nur abrißmäßig, kennen lerne; <br> 2. sich Rede und Antwort zu geben, was bei so beschränkter <br> und doch unabänderlicher Lehrstundenzahl der Schulunter¬ <br> richt in der Geographie zuwege bringen soll? — doch wohl <br> nur den Grund legen, worauf der Schüler künftig weiter <br> baue, Geschmack und Interesse beibringen für den Gegen¬ <br> stand, der keineswegs ein zeitvertreibender Curiositäten- <br> kram, sondern die Gesammt-Oberfläche der Erde ist. <br> Daher die Kürze dieses meines Entwurfes, mit der Behauptung: <br> daß das Gegebene für die ganze Dauer der Schulzeit, also bis <br> in die oberste Klasse, als zureichend anzusehen sey. <br> Zweitens die Anordnung der Materialien betref¬ <br> fend, so folgen in der Grundlage nach einer kurzen Einlei¬ <br> tung auf einander: <br> a) allgemeine oder eigentliche Erdbeschreibung, <br> welche,, in zusammenhängendem Vortrage ausführlich ab-