Full text: Praxis des heimatkundlichen Unterrichts

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werden! Die Worte fließen ihnen nur so von den Lippen; jeder möchte 
erzählen und berichten von seinen Freuden und Leiden, seinen Ent- 
deckuugeu und Erlebnissen und uns Kunde geben von seiner kleinen Ge- 
dankenwelt. Denn hier sind alle auf ureigenem Grund und Boden, auf 
dem sie königlich schalten und walten. Wohl dem Lehrer, der hier die 
richtigen Saiten anschlägt. Er gewinnt unendlich viel mehr Unterrichts- 
und Erzieherweisheit, als durch langes Bücherstudium; denn dann tun 
sich die Herzen der Kinder weit vor ihm auf, und er kann da lesen und 
lernen im Buch der Kindheit wie in keinem anderen Buch. Das Eltern- 
haus mit seiner Einrichtung und nächsten Umgebung, mit seinen Be- 
wohnern uud Familiengliedern bietet eine schier unendliche Menge Stoff. 
Ich füge einige Aufgaben an: Vom Aufstehen. Beim Mittagessen. Zu- 
bettgehen. Der Geburtstag. Bei der Großmutter. Unsre Spielsachen. 
Der Spaziergang mit Vater und Mutter. Der Besuch. Unser Garten. 
In unsrer Spielstnbe. Unsre Kaninchen. Unsre Spiele. Auf dem 
Hühnerhofe. Bei unserm Nachbar. An der Nußhecke. Im Obstgarten. 
Auf unserm Boden. Kriegenjagen. Der Scherenschleifer. Das Kartoffel- 
pflanzen. Unser Wohnhaus. In der Scheune. Der Viehstall. 
Auschlußstoffe aus dem Lesebuch für Westfalen. 2. Teil. 
Wiedemann: Das Vaterhaus. Seite 1. 
Trojan: Mutter. Seite 3. 
Ehamisso: Die Schwalben. Seite 4. 
Gansberg: Der Garten. Seite 161. 
er an die Seminargürten, im Osten an das Seminar und die Vorgärten, 
im Süden an das Land an der Prekerstraße und im Norden an die Turn- 
Halle und den alten Marktplatz. Seine größte Ausdehnung hat er von 
Süden nach Norden. Das ist die Länge. Bon dem Schulgebäude im 
Osten bis an die Seminargärten im Westen erstreckt sich die Breite des 
Platzes. Die Länge und Breite werden geschätzt, abgeschritten und ge- 
messen. Der Schulhof ist 89 m lang und 46 m breit. Alle Schüler 
schreiben die Zahlen in ihr Notizbuch. Der Schulhof dient zum Spielen 
und Turnen der Schüler. Hinter dem Schulgebäude und vor der Turn- 
halle steht eine Reihe schattiger Ulmen; an der Südseite spenden zwei 
Reihen Laubbäume uud dahinter eine Reihe Fichten Schatten. Im 
Sommer laden uns unter den schattigen Baumkronen Bänke zum Sitzen 
ein. Am Schulgebäude sind Wasserkräne mit Bechern für die Schüler. 
In der Nordwestecke stehen Turngeräte. Weuu es schlechtes Wetter ist, 
wird iu der Turnhalle geturnt. Sie liegt nordwestlich vom Schulgebäude 
und ist kleiner als es. Die Länge und Breite der Halle werden geschätzt, 
abgeschritten uud gemessen. Im Innern stehen viele Turngeräte. Da 
sehen wir Kletterstangen und -Taue, Laufringe, Barren, Böcke, Recke 
und viele andre Geräte. Unter der Decke hängen große Lampen, und
	        
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